Tool - Live in Oberhausen 2006

 

 

Tool genießen einen Ruf als herausragende Liveband. Und so gut sie auf ihren Konzerten auch spielen, so selten gehen sie auf eine ausgedehnte Tour. Das Jahr des Albums "10.000 days" brachte endlich wieder eine solche Globusumspannende Tournee mit sich. Zum Ende des Jahres kamen sie nun noch einmal nach Deutschland zurück.

Als Opener brachten sie die, sich derzeit vollkommen zurecht auch hier in Europa stark im Kommen befindende, Band Mastodon mit.

Diese starteten um 20.15 Uhr fast pünktlich mit ihrem halbstündigen Set. Mit ihrer Mischung aus Thrash, Hardcore, Noise und Progressive Metal konnte die Band das Publikum auch schon gut auf das Anstehende Ereignis einstimmen.

Nach der gewohnten halbstündigen Umbau-Pause betraten dann Tool die Bühne, deren Hintergrund eine große Leinwand bildete, die in vier gleichgroße Bereiche geteilt wurde. Von Links nach Rechts gingen Adam Jones, Maynard James Keenan (maskiert mit einer umgebauten Gasmaske mit integriertem Miskrofon), Danny Carey und Justin Chancellor vor je einem dieser Leinwandteile in Stellung, und verließen ihren Bereich im Großen und Ganzen auch für den Rest der Show nicht mehr.

"Good evening. Let's get this party started!" So die Ankündigung von Keenan nach dem Opener. Und was folgte, war eine fast zweistündige Beanspruchung der Sinne. Die von der Band produzierte Klangmauer wurde von einer Umgebung aus Video und Licht, sowie Laser- & sonstigen Effekten umrahmt, so dass ein AudioVisuelles Gesamtprodukt entstand, dass das komplette Publikum fesselte. Die Band schaffte es zudem, den Klang der Alben fast 1:1 wiederzugeben.

Für knapp zwei Stunden standen die Vier auf der Bühne, und spielten fast ohne Pause. Wie üblich ergaben alle Songs ein Gesamtkonzept, aus dem keines der Stücke herausstach, genauso, wie keiner der vier Musiker, eben auch nicht der Sänger, aus dem Gesamtklang der Band herausstach. Keenan richtete sich nach seinem Eröffnungssatz nur noch zweimal ans Publikum. Davon einmal, als er darum bat, bitte keine Fotos zu machen. Aber das Tool sich auf der Bühne nicht fotografieren, geschweige denn filmen lassen, ist ja bekannt. Kurz vor dem Ende der Show bedankte er sich dann noch einmal artig für das Kommen, und verabschiedete sich bis "maybe next summer". Punkt 23 Uhr verließ die Band dann die Bühne. Ohne Zugabe, versteht sich.

Insgesamt boten Tool an diesem Abend eine gewohnt professionelle und vor allem außergewöhnliche Show. Das Zusammenspiel aus audio und visuellen Eindrücken schuf eine beeindruckende Atmosphäre, und konnte den Zuschauer über den gesamten Auftritt fest in den Bann der Band ziehen.

 

 

Last Update: 09.12.2006
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