Gentleman & the Far East Band - Another intensity Tour 2007

 

 

Wenn Deutschlands größter Reggae-Musiker zurück in seine Jugendstadt Köln kommt, dann ist das immer eines der Highlights seiner aktuellen Tournee. Da dies kein Geheimnis mehr ist, war das Konzert im Palladium auch ruckzuck ausverkauft. So wurde ein Zusatkonzert am Tag zuvor angesetzt. Die Gefahr, dass Gentleman daher am zweiten Abend vielleicht weniger Lust haben könnte, bestand allerdings nicht.

Gleich zwei Vorbands sollten den Fans vor dem Headliner einheizen. Den Start machten Tiger Hifi um 19:45 Uhr. Die Band, die im September ihr Debutalbum mit 13 Reggae-Covern von bekannten Sogs verschiedenster Genres veröffentlichten, konnten allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zu monoton und gewöhnlich klangen ihre Cover von Songs wie "Music", "Sunday bloody sunday" oder "King of my castle". Sie verließen die Bühne um viertal nach acht, und in den folgenden 15 Minuten wurde die Bühne für den zweiten Opening Act, Jahcoustix, und auch für die Headliner hergerichtet.
Jahcoustix unterhielt die Fans in den folgenden 30 Minuten mit folkloristischem Reggae-Soul, und gab auch sein Bestes, um die Stimmung der Fans auf den anstehenden Gentleman-Auftritt einzustellen.

Um 21:15 Uhr betrat dann die Far East Band die Bühne, gefolgt natürlich von Gentleman, der den Fans für die kommenden zweieinhalb Stunden so richtig einheitzen wollte. Der erste Teil des Konzert war vor allem von Songs des aktuellen Albums, "Another intensity" geprägt, die bei den Fans auch durchweg gut ankamen. Letztlich waren es aber natürlich die Klassiker, die das Palladium so richtig zum kochen brachten. Da die Far East Band just an diesem Freitag ihr erstes Soloalbum auf den Markt brachte, wurden auch ein paar Songs aus diesem Album gespielt. Musikalisch machte sich die Erweiterung der Far East Band um eine komplette Bläsersektion sofort bemerkbar. Der Sound war von Anfang an noch druckvoller, als man es von der Band ohnehin kennt. Sängerin Tamika konnte aus persönlichen Gründen nicht dabei sein, dafür war, wie in Köln üblich, Helmut Zerlett wieder als Organist mit an Bord. Auffällig war, dass Gentleman auf seinen Konzert immer öfter Deutsch spricht, was er früher mit der Begründung abgelehnt hatte, dass er während seiner Auftritte voll vom jamaikanischen Spirit des Reggae erfüllt sei, und er sich daher automatisch der Landssprache Patois bediene.
Insgesamt kam die Band dreimal zu Zugaben zurück auf die Bühne, so dass man letztlich fast vier Stunden Musik für seine 30 Euro bekam. Es gelang Gentleman und die Far East Band also wieder einmal, die hohen Erwartungen der kölner Fans zu erfüllen.

 

 

Last Update: 28.10.2007
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