Two Gallants – Tour 2007

Die Two Gallants, Adam Stephens und Tyson Vogel, sind längst eine feste Größe der amerikanischen Indie-Szene, was ihnen im letzten Jahr einen Vertrag mit dem bekannten Indielabel Saddle Creek einbrachte. Seit der Veröffentlichung ihres Albums „What the toll tells“ touren sie erstmals auch durch Übersee, und auf ihrer zweiten Europa-Tour kommen sie nun auch ein zweites Mal in den Domstadt.
Opening Act des Konzerts
waren Blitzen Trapper, ein Sextett aus Portland, Oregon. Die Band spielt einen
experimentellen Indie-Folkrock, der zeitweise stark an The Band, manchmal an
Creedence Clearwater Revival erinnert. Von 2003 bis 2006 haben sie eigenständig
drei Alben veröffentlicht, seit diesem Jahr stehen sie beim Indielabel
Sub Pop unter Vertrag, wodurch diese Tour möglich wurde. Stilistisch passen
Blitzen Trapper sehr gut zu den Two Gallants, und konnten das Publikum des ausverkauften
Gebäude 9s sehr gut auf das Kommende einstimmen. Nach einer Dreiviertelstunde
beendete die Band ihren Auftritt, der in jeder Hinsicht überzeugen konnte,
und Lust auf mehr machte. Mit Sicherheit gehörten Blitzen Trapper zu den
stärksten Vorbands, die ich dieses Jahr erleben durfte.
Im Anschluss an die Show baute die Band gemeinsam mit den Two Gallants ihr Setup
ab, und das der Hauptband auf, die dann nach einer kurzen Pause den Hauptteil
des Konzertabends begann.
Adam Stephens und Tyson
Vogel betraten wortlos die Bühne, und diese Zurückhaltung sollte sich
auch im Verlauf des gesamten Konzerts nicht großartig ändern. Wenig
zurückhaltend war dagegen die Musik der Band. Obgleich nur zwei Mann, erzeugten
die Beiden einen sehr kräftigen und satten Sound, wobei besonders Vogels
energiegeladene Schlagzeugperformance den Fans so richtig einheizte. Die Zurückhaltung
der Beiden im Bezug auf große Ansprachen an das Publikum rührt wohl
neben einer natürlichen Zurückhaltung vor allem daher, dass die Beiden
in erster Linie Musiker, und nicht Entertainer sind und sein wollen. Dies spiegelte
sich auch immer wieder darin wieder, dass zwischen den einzelnen Songs einfach
ein bisschen gejammed wurde, oder Intros und Outros zu den Songs improvisiert
wurden.
Zur Ballade „Fly low carrion crow“ griff Schlagzeuger Vogel zur
akustischen Gitarre, und die beiden lieferten eine wunderschöne Live-Version
des Liedes ab, dass von den Fans andächtig angehört wurde, wofür
sich Stephens dann auch mit einem höflichen „Thank you for being
so quiet“ bedankte.
Insgesamt spielten die beiden wenig mehr als eine Stunde, und kamen zu zwei Zugaben zurück auf die Bühne. Erstaunlicherweise fand „Miss Meri“, immerhin einer der Toptitel auf der MySpace-Seite der Band, nicht den Weg in die Setlist. Davon abgesehen dürfte die Fans jedoch mit der gebotenen Musikauswahl sehr zufrieden gewesen sein. Das Konzert der beiden Indiebands konnte letztlich also voll überzeugen.
Last Update: 26.12.2007
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