Deftons – Live in Dortmund 2010 (Freizeitzentrum West, Dortmund)

 

 

Lange ist es still geworden um die Deftones, während sie bislang leider vergeblich darauf warteten, dass Bassist Chi Cheng wieder aus dem Koma erwacht. Nun wurde mit Ersatzmann Sergio Vega von Quicksand das sechste Album „Diamond eyes“ eingespielt und ein paar Live Auftritte angekündigt – als Warm-Up für eine richtige Tournee im Sommer.

Ein Konzert in einem Freizeitzentrum klingt, zumal als Teil einer Reihe von Warm-Up Shows, erstmal wie ein kleiner Club-Gig. Zumindest für nicht-Dortmunder. Entsprechend überraschend waren die Ausmaße dieses sogenannten Freizeitzentrums. Eine große Halle mit Platz für rund 1300 Zuschauer, eine kleinere Halle und ein Club befinden sich dort. Als Support spielen Eternal Tango und Wintersleep in der kleinen Halle, von denen wir allerdings nicht viel mitbekommen haben.

Angekommen fast pünktlich zum Auftritt der Deftones (geplant um 21:30, Auftritt nur kurze Zeit später um 21:50 Uhr), schnell noch ein paar Bier geschnappt und dann erstmal nach ganz vorne durchkämpfen. Hier ging es dann auch ab dem ersten Song „Diamond eyes“, der ersten Single des gleichnamigen neuen Albums, so richtig ab. In der kommenden Stunde rockten sich die Deftones dann durch einige neue und einige alte Songs, wobei gerade Chino Moreno die Lust am Auftritt deutlich anzumerken war. Der Frontmann, der im vergangenen Jahr einige Pfunde verloren hatte, sprang voller Energie von einem Bühnenrand zum nächsten und ließ die Stimmung niemals schlechter werden. Zeit für große Reden war nicht, die Band rockte sich einfach durch das Programm. Zum Schluss wurden die „Hits“ ausgepackt, „Be quiet and drive“, „My own summer“, Back to school“ und „Change“, und schließlich, nach ein paar Minuten des Wartens, die Klassiker „Root“ und „7 words“ nachgeschoben.

Schließlich konnte man sich noch kurz an der Bar auf der Empore der Haupthalle erholen (Dank Happy Hour immer zwei zum Preis von einem), noch kurz in die anderen Hallen schauen, und dann ging es nach kurzem Döner-Stop an den langen Heimweg. Für den einen waren die Deftones Härter als erwartet, für den Anderen ruhiger als erwartet, für den Letzten dynamischer als erwartet. Aber alle schienen zufrieden.

Setlist:

1. Diamond eyes
2. Rocket skates
3. Feiticeira
4. Elite
5. Knife prty
6. Passenger
7. Around the fur
8. Lotion
9. You’ve seen the butcher
10. CMND/CTRL
11. Sextape
12. When girls telephone boys
13. Minerva
14. Birthmark
15. Prince
16. Beauty school
17. Be quiet and drive (Far away)
18. My own summer (Shove it)
19. Back to school (Mini maggit)
20. Change (in the house of flies)

21. Root
22. 7 words

 

 

Last Update: 13.05.2010
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